Was passiert eigentlich beim intuitiven Kritzeln?
Vom ersten Strich zu Bildern, Gefühlen und neuen Impulsen.
Am Anfang ist da vielleicht erst einmal Widerstand.
Ich bin nicht kreativ.
Was soll ich zeichnen?
Was soll daraus werden?
Ich habe keine Zeit.
Das ist völlig normal. Der Kopf ist es gewohnt, etwas leisten, planen und kontrollieren zu wollen.
Bei KRITZELEIEN darfst du genau das für eine Weile loslassen.
Nach und nach richtet sich deine Aufmerksamkeit auf das, was gerade entsteht.
Du nimmst die Bewegung deiner Hand wahr, die Beschaffenheit des Papiers, die Linien, Formen und Farben.
Gedanken dürfen kommen und gehen.
Dein Fokus kehrt immer wieder zum Bild zurück.
Die Hand findet ihren eigenen Rhythmus. Der Stift bewegt sich, ohne dass du wissen musst, wohin er dich führt.
Du musst nichts planen und nichts erzwingen. Du lässt entstehen, was entstehen möchte.
Mit der Zeit kann der Gedankenstrom ruhiger werden. Das, was eben noch wichtig erschien, tritt für einen Moment in den Hintergrund.
Du bist mehr bei dem, was gerade passiert.
Bei dir.
Bei deinem Bild.
Bei diesem Moment.
Vielleicht entsteht irgendwann ein Gefühl von Leichtigkeit. Das Zeitgefühl verändert sich und du bist einfach mitten im Tun.
Vielleicht zeigt sich ein Symbol. Vielleicht entsteht ein Bild, das dich berührt. Vielleicht wird ein Gefühl spürbar oder etwas bekommt plötzlich eine Form.
Oder es entsteht einfach ein Bild, das dir gefällt.
Alles darf sein.
Bei KRITZELEIEN geht es nicht darum, ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Es geht darum, dir Zeit zu geben und neugierig zu entdecken, was aus dir heraus entstehen kann.
Du brauchst kein Talent und keine Erfahrung. Du musst nicht wissen, was du zeichnen möchtest.
Du brauchst nur die Bereitschaft, dich auf den Moment einzulassen.
Was entsteht, entscheidet nicht der Kopf, sondern der Moment.